Häufig gestellte Fragen
Nachfolgend finden Sie Antworten auf die am häufigsten gestellten Fragen zu technischen Klebstoffen. Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an unseren technischen Support.
Wie stark sind Ihre Klebstoffe?
In den meisten Fällen ist es unser Ziel, dass das zu verklebende Material vor dem Klebstoff versagt. Um Ihnen eine Vorstellung davon zu geben, wie stark unsere Klebstoffe sein können: Sie wurden bereits bei Brücken und Formel-1-Rennwagen eingesetzt. Eine gute Fugenauslegung, die richtige Oberflächenvorbereitung sowie die zu verklebenden Materialien spielen alle eine Rolle für die Haftfestigkeit. Weitere Informationen zu den stärksten Klebstoffen für Metall, Kunststoff, Glas, Verbundwerkstoffe und mehr finden Sie in diesem Artikel.
Wie viel Klebstoff muss ich verwenden?
Dies hängt von mehreren Faktoren ab, wie beispielsweise der Größe der Fuge und der Klebefläche sowie der erforderlichen Ergiebigkeit. Als Faustregel gilt: 1 l Klebstoff reicht für 1 m² bei einer Schichtdicke von 1 mm. Beachten Sie, dass mehr Klebstoff nicht immer eine stärkere Verbindung gewährleistet. Weitere Informationen hierzu finden Sie in diesem Beitrag zur Fehlerbehebung. Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an den technischen Support von Permabond.
Welche Dicke der Klebefuge empfehlen Sie?
Wir empfehlen in der Regel eine Klebefuge von 100 bis 200 Mikrometer, dies kann jedoch je nach Klebeumständen variieren. Die maximale Spaltüberbrückung für den von Ihnen verwendeten Klebstoff finden Sie im technischen Datenblatt. In diesem Artikel finden Sie weitere Einzelheiten.
Wie kann ich Ihre Produkte kaufen?
Permabond verfügt über ein weltweites Netzwerk von Vertriebspartnern, die unsere technischen Klebstoffe vertreiben. Bitte nutzen Sie unsere weltweite Händlersuche oder kontaktieren Sie uns für weitere Informationen.
Welche Arten von Klebstoffen verkaufen Sie?
Wir stellen eine breite Palette an Klebstoffformulierungen her. Dazu gehören Cyanacrylate, anaerobe Klebstoffe, ein- und zweikomponentige Epoxidharze, modifizierte Epoxidharze, MS-Polymere, strukturelle Acrylate, Polyurethane und UV-härtbare Klebstoffe. Permabond entwickelt außerdem Hybridtechnologien, z. B. doppelt härtende UV-Cyanacrylate und UV-anaerobe Klebstoffe.
Welchen Klebstoff brauche ich für meine Anwendung?
Das hängt von der jeweiligen Anwendung ab. Bitte geben Sie die folgenden Informationen an, damit wir Ihnen eine passende Empfehlung geben können:
- Um welches Endprodukt handelt es sich?
- Welche Materialien sollen miteinander verklebt werden?
- Wie groß ist die Klebefläche?
- Wie groß ist der Spalt, den Sie füllen möchten, oder suchen Sie nach einer Beschichtung?
- Wie sehen die Umgebungsbedingungen aus (Temperatur/chemische Beanspruchung)?
- In welchem Zeitraum soll der Klebstoff aushärten?
- Spielt die Farbe eine Rolle? Falls ja, geben Sie bitte Ihre Präferenz an.
Wenden Sie sich an den technischen Support von Permabond, um weitere Unterstützung bei Ihrer Anwendung zu erhalten.
Gibt es Klebstoffe, die Sie nicht führen?
Hier sind verschiedene Klebstoffarten, die wir derzeit nicht herstellen:
- Lösungsmittelhaltige Klebstoffe (einschließlich wasserbasierter Klebstoffe)
- Haftklebstoffe
- Silikonklebstoffe
- Klebebänder
- Einkomponenten-Polyurethane
- Klebstoffe, die Temperaturen von über 300 °C standhalten
Wo finde ich technische Ratschläge/Vorschläge?
Eine Liste unserer beliebtesten technischen Datenblätter (TDS) finden Sie hier. Ein Sicherheitsdatenblatt (SDS) können Sie über dieses Formular anfordern. Und natürlich können Sie sich hier direkt an unseren erstklassigen technischen Support wenden!
Welche Höchst- und Mindesttemperaturen können Ihre Klebstoffe aushalten?
Je nach chemischer Zusammensetzung des Klebstoffs hält der ausgehärtete Klebstoff Temperaturen von -55 °C bis 230 °C stand (in einigen Fällen sogar bis zu 300 °C). Diesen Bereich bezeichnen wir als Betriebstemperaturbereich. Das technische Datenblatt (TDS) jedes Klebstoffs enthält eine Tabelle zur Warmfestigkeit, aus der die Festigkeitserhaltung bei verschiedenen Temperaturen hervorgeht. Bitte beachten Sie, dass die Eigenschaften des Klebstoffs bei extremen Temperaturen bzw. Temperaturschwankungen auf verschiedene Weise beeinträchtigt werden können.
Verkaufen Sie Dosiergeräte?
Wir verkaufen ausschließlich Sprühpistolen für die Dosierung aus 50-ml- und 400-ml-Kartuschen. Sollten Sie andere Arten von Dosiergeräten benötigen, können wir Ihnen die entsprechenden Unternehmen vermitteln.
Wie sollte ich meine Klebstoffe aufbewahren?
Die Lagerungsbedingungen hängen vom jeweiligen Klebstoff ab. Die ideale Lagertemperatur ist im technischen Datenblatt (TDS) des Klebstoffs angegeben. Nachfolgend finden Sie allgemeine Lagerungshinweise nach Produkttyp. Bitte beachten Sie jedoch, dass für einzelne Produkte oder große Verpackungsgrößen möglicherweise andere Anforderungen gelten. Bitte beachten Sie, dass eine falsche Lagerung eines Klebstoffs dessen Leistungsfähigkeit erheblich beeinträchtigen kann!
Wie viele Düsen liefern Sie pro Kartusche?
Jede Kartusche wird mit einer Mischdüse geliefert. Sollten Sie weitere Düsen benötigen, wenden Sie sich bitte an uns.
Was versteht man unter Viskosität? Was sind Klebstoffe mit hoher und niedriger Viskosität?
Die Viskosität bezeichnet den Fließwiderstand einer Flüssigkeit oder, einfacher ausgedrückt, wie „dick“ eine Flüssigkeit ist. Die Viskosität wird in Millipascalsekunden (mPa·s) oder Centipoise (cP) gemessen. Eine Umrechnung zwischen den beiden Einheiten ist nicht erforderlich, da der Wert bei beiden gleich bleibt. Je höher der Wert, desto dicker ist die Flüssigkeit und desto größer ist ihr Fließwiderstand. Hier sind einige Beispiele: Aceton hat eine Viskosität von 0,3 cP (0,3 mPa·s), Wasser von 1 mPa·s. Speiseöle sind mit etwa 1.000 mPa·s zähflüssiger, während Erdnussbutter mit 500.000 mPa·s extrem viskos ist – man könnte ein offenes Glas Erdnussbutter auf den Kopf stellen, und es würde nichts herausfließen! Verschiedene Klebstoffe weisen unterschiedliche Viskositäten auf, wobei höhere bzw. niedrigere Viskositäten für bestimmte Anwendungen besser geeignet sind.
Was versteht man unter „thixotrop“? Was ist ein thixotroper Klebstoff?
Manche Flüssigkeiten sind im Ruhezustand sehr zähflüssig (fließen nicht leicht). Werden sie jedoch geschüttelt, gerührt oder auf andere Weise „in Bewegung versetzt“, werden sie zähflüssiger und fließen dadurch leichter. Diese Flüssigkeiten werden als thixotrop bezeichnet. Tomatenketchup und andere Soßen sind hervorragende Beispiele für thixotrope Flüssigkeiten – oft muss man die Flasche erst kräftig schütteln, damit sie auf den Teller fließen, sonst bleiben sie darin stecken! Manche Klebstoffe verhalten sich ebenfalls so – im Ruhezustand sind sie hochviskos, beginnen aber, wenn sie in irgendeiner Weise bewegt werden, leichter zu fließen.
Welche Wellenlänge benötige ich zum Verkleben bzw. zur Aktivierung von Permabond-UV-Klebstoffen?
Das hängt vom jeweiligen Klebstoff ab. In der Regel liegt der Wert zwischen 365 und 400 Nanometern. Bitte sehen Sie im technischen Datenblatt nach oder wenden Sie sich an den technischen Support.
Warum sollte ich Permabond anderen Klebstoffherstellern vorziehen?
Neben unserem Angebot an hochwertigen Produkten heben wir uns bei Permabond durch unseren hervorragenden Kundenservice von der Konkurrenz ab. Wir sind stolz darauf, stets reaktionsschnell zu sein und Anfragen umgehend zu beantworten, um Ihnen bei der umfassenden Klärung all Ihrer Fragen zu helfen. Darüber hinaus sind wir auch bereit, maßgeschneiderte Formulierungen für unsere Kunden zu entwickeln, sofern die gewünschten Mengen gegeben sind. Dies versetzt uns in die einzigartige Lage, unseren Kunden erstklassige Lösungen für ihre Klebeherausforderungen zu bieten und gleichzeitig Innovationen auf dem Klebstoffmarkt voranzutreiben.
Muss die Glasübergangstemperatur (Tg) eines Klebstoffs mit der Höchsttemperatur meiner Anwendung übereinstimmen?
Nicht unbedingt. Wir kennen viele Anwendungsfälle, bei denen die Tg deutlich unter der maximalen Betriebstemperatur liegt; dies hängt jedoch stark von der jeweiligen Anwendung und dem verwendeten Klebstoff ab. Weitere Informationen finden Sie in diesem Artikel zum Thema Tg oder wenden Sie sich an den technischen Support.
Warum weist Permabond keine CE-Kennzeichnung auf den Produktetiketten auf?
CE-Kennzeichnungen sind europaweit nur dann erforderlich, wenn es eine europäische Richtlinie für das betreffende Produkt gibt. Bislang gibt es keine entsprechende europäische Richtlinie für Chemikalien (einschließlich Klebstoffe). Daher erscheint auf der Kennzeichnung oder Verpackung keine CE-Kennzeichnung.
Viele in der EU erhältliche Fertigprodukte enthalten jedoch Chemikalien oder Klebstoffe, die möglicherweise einer EU-Richtlinie unterliegen (wie beispielsweise der Spielzeugrichtlinie, der Medizinprodukterichtlinie, der Maschinenrichtlinie usw.). Permabond-Produkte können für Anwendungen eingesetzt werden, bei denen das Endprodukt den Anforderungen einer EU-Richtlinie entsprechen muss. Die Klebstoffe wurden in einer sorgfältig kontrollierten, nach ISO 9001 zertifizierten Produktionsumgebung hergestellt, wobei die Einhaltung der RoHS- und REACH-Anforderungen gewährleistet ist. Sie eignen sich für die Kleb- und Dichtungsanforderungen von Herstellern, die bei der Montage ihrer Endprodukte die Anforderungen der CE-Richtlinie erfüllen möchten.
Warum kann ich keine Erklärung von Permabond erhalten, in der bestätigt wird, dass die Produkte des Unternehmens die Anforderungen der EU-MDR (Medizinprodukteverordnung der Europäischen Union) erfüllen?
Die EU-MDR bezieht sich auf Medizinprodukte, d. h. konkrete Gegenstände wie Katheter, Schlauchsets, Atemmasken usw., nicht jedoch auf flüssige Klebstoffe. Daher kann Permabond nicht behaupten, dass seine Produkte dieser Verordnung entsprechen. Unsere Klebstoffe, insbesondere unser Sortiment für die Verklebung von Medizinprodukten, werden europaweit erfolgreich bei Medizinprodukten eingesetzt, und die fertigen, geklebten Baugruppen erfüllen die Anforderungen der EU-MDR ohne Probleme. Permabond-Klebstoffe werden in streng kontrollierten, sauberen und ISO-zertifizierten Werken hergestellt, wobei die verschiedenen Produktvarianten gemäß den Normen für Zytotoxizitätsprüfungen nach ISO 10993 getestet werden.
Was ist die Kristallisation von Epoxidharz?
Bei der Untersuchung von Teil A eines in einem Glas, einer Flasche oder einem Behälter gelagerten Epoxidharzes kann es vorkommen, dass dieses trüb, milchig, körnig oder sogar verfestigt erscheint. Dieses Phänomen wird als Harzkristallisation bezeichnet und ist durch einen Phasenübergang vom flüssigen in den festen Zustand gekennzeichnet. Ähnlich wie bei den Gefrier- und Auftauzyklen von Eis und Wasser ist die Kristallisation von Epoxidharzen reversibel, wobei die ursprünglichen Eigenschaften des Harzes trotz wiederholter Zyklen unverändert bleiben.
Anzeichen einer Kristallisation
Die Kristallisation äußert sich in Form von Trübungen, frei schwebenden Kristallen, Kristallansammlungen oder einer vollständigen Verfestigung. Zunächst wird das klare Harz neblig, trüb oder verschleiert und nimmt anstelle einer glatten Oberfläche eine körnige Struktur an. Es kann sich nach und nach weißer Niederschlag ansammeln, der typischerweise am Boden oder an den Seiten des Behälters beginnt und sich schließlich im gesamten Inhalt ausbreitet. Sobald es vollständig verfestigt ist, kann kristallisiertes Epoxidharz auf unbestimmte Zeit in diesem Zustand verbleiben.
Ursachen der Kristallisation
Kristallisation kann unvorhersehbar auftreten und verschiedene Behälter innerhalb derselben Produktionscharge in unterschiedlichem Maße betreffen. Zu den Faktoren, die zur Kristallisation beitragen, zählen die Reinheit des Harzes, die Viskosität, Additive, der Feuchtigkeitsgehalt sowie der Temperaturverlauf, beispielsweise die Einwirkung extremer Kälte oder Temperaturwechsel.
Hohe Reinheit
Hochreine Harze neigen im Vergleich zu unreinen Harzen stärker zur Kristallisation. Enge Molekulargewichtsverteilungen weisen auf eine hohe Reinheit hin, während breitere Verteilungen auf Verunreinigungen hindeuten. Die Zugabe von Frostschutzmitteln oder hochmolekularen Oligomeren/Isomeren kann die Kristallisation hemmen, stellt jedoch eine Herausforderung bei der Formulierung dar.
Niedrige Viskosität
Harze mit niedrigerer Viskosität kristallisieren – insbesondere in Kombination mit reaktiven Verdünnungsmitteln – schneller als solche mit höherer Viskosität. Eine Temperaturabsenkung verringert die Molekülbewegung und verlangsamt so die Kristallisation. Die Lagerung von Harz bei 0 °C kann jedoch aufgrund versteckter Keimkristalle unbeabsichtigt die Kristallisation begünstigen.
Zusatzstoffe – Feststofffüllstoffe
Feste Füllstoffe wie gefälltes Calciumcarbonat, Aluminiumoxid, Siliciumdioxid oder sogar Kratzer auf den Oberflächen der Behälter können als Keime für das Kristallwachstum dienen und so die Kristallisation beschleunigen.
Temperatur und Temperaturwechselzyklen
Niedrige Temperaturen verlangsamen die Kristallbildung, da sie die Viskosität erhöhen, doch extreme Kälte beschleunigt das Wachstum, sobald sich Keimkristalle gebildet haben. Temperaturschwankungen, selbst im Bereich von nur 20–30 °C, sind eine sehr häufige Ursache für die Kristallbildung, insbesondere im Wechsel von Tag und Nacht.
Lösungen
Die Kristallisation stellt eher eine Unannehmlichkeit als ein echtes Problem dar. Durch das erneute Schmelzen der Kristalle – indem man das Harz mehrere Stunden lang auf 50 °C erhitzt – lässt sich die Kristallisation wirksam rückgängig machen. Es ist entscheidend, sicherzustellen, dass alle Kristalle vollständig geschmolzen sind, damit sie nicht als Keime wirken, bevor man das Harz auf Raumtemperatur abkühlen lässt.
Überprüfen Sie die Seiten, den Boden und die Bereiche um die Verschlüsse des Behälters sorgfältig auf Anzeichen von Kristallbildung, die zu weiterem Wachstum führen könnten. Nach Möglichkeit sollten Flaschenverschlüsse, Flaschenhälse, Zapfhähne, Ausgießer, Pumpen, Rohrleitungen und Ventile nach jedem Gebrauch mit einem Lösungsmittel wie Isopropylalkohol (IPA) oder Aceton gereinigt werden, um die Bildung von Kristallkeimen zu verhindern. Durch die Überwachung und Regelung der Transport- und Lagertemperaturen lässt sich eine Kristallbildung aufgrund von Temperaturschwankungen wirksam verhindern. Auch gute Lagerpraktiken spielen eine wichtige Rolle bei der Verhinderung von Kristallbildung.
Wichtiger Hinweis: Das erneute Schmelzen von Kristallen sollte ausschließlich auf der Harzseite (Teil A) des Epoxidharzes erfolgen. In seltenen Fällen kann es erforderlich sein, Teil B oder ein Einkomponentensystem zu erwärmen. Bitte wenden Sie sich für konkrete Empfehlungen zur Erwärmung an unsere technischen Experten. Es ist wichtig, diese Technik nicht bei vorgemischten und gefrorenen Systemen anzuwenden, da dies zu einer vorzeitigen Aushärtung oder Vernetzung führen könnte.
Zusammenfassend lässt sich sagen:
– Die Kristallisation von Epoxidharz ist ein weit verbreitetes Phänomen.
– Sie lässt sich leicht rückgängig machen, indem das Harz 2–3 Stunden lang auf 50 °C erhitzt wird.
– Die Festigkeits- und Leistungseigenschaften des Klebstoffs sollten nach dem
Wiedererschmelzen der Kristalle unverändert bleiben.
Was bedeuten die Warn- und Gefahrensymbole auf Klebeetiketten?
Auf Klebeetiketten sind häufig ein oder mehrere Gefahrensymbole abgebildet. Vielleicht erkennen Sie einige der folgenden, unten abgebildeten Gefahrensymbole wieder:
Jedes Symbol hat eine andere Bedeutung, die jeweils unterschiedliche Auswirkungen für den Anwender des Klebstoffs hat. Im Folgenden werden die Bedeutungen der neun Gefahrensymbole einzeln erläutert.

GSH01: Explosiv. Wie der Name schon sagt, bezieht sich diese Kennzeichnung auf chemische Produkte, die explodieren können. Dazu gehören instabile Stoffe, die auch ohne Kontakt mit Luft explodieren können, sogenannte selbstreaktive Stoffe.
GSH02: Entzündlich. Bezieht sich auf Stoffe, die sich leicht entzünden können.
GSH03: Oxidationsmittel. Enthalten Stoffe, die eine Reaktion oder einen Brand auslösen oder verstärken können und ohne Sauerstoffzufuhr von außen reagieren können. Daher sind Brände, an denen oxidierende Stoffe beteiligt sind, schwer zu löschen. Beim Umgang ist besondere Vorsicht geboten, um sicherzustellen, dass oxidierende Produkte ordnungsgemäß gelagert werden, um Gefahren zu minimieren.
GSH04: Druckgas. Bezieht sich auf Gase, die unter hohem Druck gelagert werden und/oder in flüssiger Form vorliegen, wie beispielsweise Ammoniak, flüssiger Stickstoff oder Acetylen.
GSH05: Ätzend. Bezieht sich auf Stoffe, die bei Kontakt Hautverätzungen oder Augenschäden verursachen. Bezeichnet auch Produkte, die auf Metalle ätzend wirken.
GSH06: Giftig. Weist darauf hin, dass ein Produkt bei Verschlucken, Einatmen oder Hautkontakt äußerst gefährlich ist. Kann akute Vergiftungserscheinungen verursachen.
GSH07: Reizend. Diese Produkte sind zwar weniger gefährlich als GSH06, können aber dennoch schädlich sein und Reizungen an Haut, Augen und Lunge verursachen.
GSH08: Erhebliche Gesundheitsgefahr. Dies bezeichnet ein Produkt, das gesundheitsschädlich ist. Diese Produkte können krebserregend sein, innere Organe schädigen oder die Fruchtbarkeit beeinträchtigen. Bezeichnet außerdem Stoffe, die die Ozonschicht schädigen.
GSH09: Umweltgefahr. Bezieht sich auf Stoffe, die für Wasserlebewesen giftig sind.
Gefahrenzeichen sind auf Klebeetiketten weit verbreitet und weisen meist auf geringfügige Gefahren hin, wie beispielsweise Haut- oder Augenreizungen (GSH 07) – ähnlich wie beispielsweise bei Reinigungsmitteln oder anderen Haushaltsprodukten. Gesunder Menschenverstand und allgemeine Schutzkleidung reichen in der Regel aus, um den sicheren Umgang mit den meisten Klebstoffen zu gewährleisten. Wir empfehlen jedoch stets eine angemessene Schulung für alle Anwender und Mitarbeiter, bevor diese mit unseren Produkten „loslegen“ dürfen! Für weitere Informationen wenden Sie sich bitte an uns.
Welche Gefahrensymbole sind auf Klebeetiketten üblich und wie verwende ich den Klebstoff sicher?
GHS 07 ist das am häufigsten vorkommende Gefahrensymbol auf Klebeetiketten. Es kennzeichnet ein Reizmittel; Produkte mit diesem Symbol können die Haut, die Augen und die Atemwege leicht reizen und/oder schädigen. Bei der Verwendung eines solchen Klebstoffs sollten grundsätzlich Handschuhe und eine Schutzbrille getragen werden. Ebenfalls wichtig ist grundsätzlich eine gute Belüftung und Absaugung am Arbeitsplatz, damit eventuelle Klebstoffdämpfe verteilt und aus der unmittelbaren Arbeitsumgebung abgeführt werden können. Als zusätzliche Sicherheitsmaßnahme können bei der Arbeit mit diesen Produkten Atemschutzmasken getragen werden. Dieses Gefahrensymbol ist bei allen Klebstofftypen zu finden, darunter Cyanacrylate, anaerobe Klebstoffe, Epoxidharze und UV-härtende Klebstoffe.
Die Kennzeichnung GHS 05, die auf einen ätzenden Stoff hinweist, findet sich auf einigen anaeroben und strukturellen Acrylklebstoffen von Permabond sowie auf vielen B-Komponenten von Zweikomponenten-Epoxidharzen und UV-Klebstoffen. Bei der Arbeit mit ätzenden Klebstoffen ist besondere Vorsicht geboten, da diese leicht Hautverbrennungen verursachen können und zudem ätzend auf Metalle wirken. Der einfachste Weg, Schäden durch diese Produkte zu vermeiden, besteht darin, bei der Handhabung und Verwendung stets Handschuhe, Schutzkleidung und eine Schutzbrille sowie eine Atemschutzmaske zu tragen.
Die Kennzeichnung GHS 02, die auf einen brennbaren Stoff hinweist, ist auf einigen Permabond-Acryl-Konstruktionsklebstoffen zu finden. Der Schlüssel zur sicheren Verwendung dieser Produkte liegt darin, sie von allen Feuer- und Zündquellen fernzuhalten. Achten Sie darauf, den Deckel stets wieder fest auf das Produkt zu schließen, sobald es nicht mehr verwendet wird. Diese Produkte werden in der Regel kühl gelagert, um sie unterhalb ihres Flammpunkts zu halten und eine längere Haltbarkeit zu gewährleisten.
GHS 08 ist das besorgniserregendste Gefahrensymbol, das Sie auf einem Klebeetikett oder einem Sicherheitsdatenblatt finden können. Es weist auf eine ernsthafte Gesundheitsgefahr hin: Ein Produkt mit diesem Symbol ist gesundheitsschädlich, wenn es eingeatmet oder verschluckt wird. Schwangere Frauen sowie gebrechliche oder anderweitig gesundheitlich angeschlagene Personen sollten die Verwendung dieser Produkte idealerweise vermeiden, und natürlich müssen diejenigen, die sie dennoch verwenden, sicherstellen, dass sie durch persönliche Schutzausrüstung (PSA) umfassend geschützt sind.Im Vereinigten Königreich sind Arbeitgeber verpflichtet, die Exposition gegenüber gefährlichen Stoffen zu verhindern oder angemessen zu kontrollieren – eine Anforderung des Gesetzes über die Kontrolle gesundheitsgefährdender Stoffe (COSHH). Zu diesem Zweck muss an Orten, an denen gefährliche Partikel wie Staub, Nebel, Gase und Dämpfe entstehen, eine lokale Absaugung (LEV) installiert werden, um diese aus der Luft zu entfernen und die Sicherheit der Arbeitnehmer zu gewährleisten. Es ist besonders darauf zu achten, dass diese Klebstoffe nach Gebrauch ordnungsgemäß verschlossen und gelagert werden.
Die Kennzeichnung GHS 09, die auf ein Produkt hinweist, das für die Umwelt und insbesondere für Wasserlebewesen schädlich ist, findet sich auf vielen Permabond-Epoxidklebstoffen (sowohl ein- als auch zweikomponentigen) sowie in den Sicherheitsdatenblättern (SDB) der UV-Klebstoffe. Klebstoffe mit diesem Symbol können schädliche Chemikalien in Boden, Wasser und Luft freisetzen, was sich negativ auf Tiere und Pflanzen auswirken kann. Das Wichtigste, worauf Sie hier achten sollten, ist die ordnungsgemäße Entsorgung. Stellen Sie sicher, dass alle gebrauchten Klebstoffbehälter vor der Entsorgung ordnungsgemäß verschlossen sind, damit kein restlicher Klebstoff austreten kann. Es ist verboten, leere Klebstoffkartuschen einfach in einen Container oder in normale Kunststoffabfallbehälter zu werfen – es handelt sich hierbei um Gefahrgut, das entsprechend behandelt werden muss. In vielen Fällen ist es einfacher, ein Entsorgungsunternehmen für Sondermüll zu beauftragen, das Ihre gebrauchten Kartuschen abholt, um die gesetzlichen Vorschriften einzuhalten und Bußgelder zu vermeiden.
Ein allgemeines Problem im Bereich Gesundheit und Sicherheit im Umgang mit Klebstoffen ist die Selbstgefälligkeit, insbesondere bei Personen, die häufig mit Klebstoffen arbeiten. Die tägliche Arbeit mit Klebstoffen kann dazu führen, dass man gegenüber deren potenziellen gesundheitsschädlichen Auswirkungen weniger wachsam wird, was wiederum dazu führt, dass die erforderlichen Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen nachlässig gehandhabt werden. Dies könnte letztendlich zu Hauterkrankungen wie Dermatitis oder Ekzemen oder zu Atemwegsproblemen wie Asthma führen. Sollte dies eintreten, sollte die betroffene Person diese bestimmte Chemikalie nicht mehr handhaben und sicherstellen, dass beim Umgang mit Klebstoffen anderer chemischer Zusammensetzung die entsprechenden Gesundheits- und Sicherheitsvorkehrungen getroffen und auch weiterhin eingehalten werden.
Was ist REACH?
Die Verordnung zur Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung chemischer Stoffe (REACH) ist seit 2006 Teil des Rechts der Europäischen Union (EU). Seit seinem formellen Austritt aus der EU im Jahr 2021 verfügt das Vereinigte Königreich über eine eigene Version von REACH, die jedoch weitgehend mit der EU-Version übereinstimmt. Dieses Gesetz zielt darauf ab, sowohl die Gesundheit der Menschen als auch die Umwelt vor den von Chemikalien ausgehenden Risiken zu schützen, und wird kontinuierlich entsprechend den neuesten wissenschaftlichen Leitlinien aktualisiert. Obwohl es sich um eine Rechtsvorschrift der EU und des Vereinigten Königreichs handelt, erkennen Unternehmen weltweit die Bedeutung und den Wert von REACH, da die Einhaltung seiner Leitlinien für die Geschäftstätigkeit in Europa von entscheidender Bedeutung ist.
Ein anschauliches Beispiel für die REACH-Verordnung betrifft die Verwendung von Diisocyanaten, die erstmals im Jahr 2020 vereinbart wurde und vor allem Polyurethan-Klebstoffe betrifft. Die REACH-Verordnung zu diesen Produkten sah vor, dass jeder, der Produkte verwendet, die Diisocyanate enthalten, bis August 2023 eine obligatorische Schulung zu Gesundheit und Sicherheit absolvieren musste. Doch die Reichweite der REACH-Verordnung ist so groß (wenn Sie das Wortspiel verzeihen), dass viele Hersteller und Verkäufer bereits seit der ersten Ankündigung der Verordnung begonnen haben, ganz auf die Verwendung dieser Produkte zu verzichten.
Was sind SVHCs und warum sind sie von Bedeutung?
Ein Teil des Anwendungsbereichs von REACH besteht darin, besonders besorgniserregende Stoffe (SVHC) zu ermitteln. Hierbei handelt es sich um eine Liste von Stoffen, deren Aufnahme in die Zulassungsliste von REACH vorgeschlagen wurde. Unternehmen, die nach Europa oder innerhalb Europas verkaufen und Produkte aus dieser Liste vertreiben möchten, müssen hierfür eine Zulassung bei der Europäischen Kommission beantragen.
SVHCs sind im Allgemeinen Stoffe, die von Wissenschaftlern als krebserregend, erbgutverändernd (d. h. mit der Fähigkeit, die DNA eines Menschen dauerhaft zu verändern), fortpflanzungsgefährdend und/oder nachteilig für die Nachkommen oder als persistent (d. h. biologisch schwer abbaubar), bioakkumulierbar und toxisch (BPT-Stoffe) eingestuft wurden. Neben diesen Kriterien gibt es noch weitere, doch jeder Stoff, bei dem mindestens eines der oben genannten Kriterien erfüllt ist, kann als SVHC eingestuft werden.
Diese Stoffe stellen für Klebstoffhersteller ein Problem dar, da die SVHC-Liste zweimal jährlich aktualisiert wird und somit ständig neue Stoffe hinzukommen, die zuvor nicht darin enthalten waren.
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